Förderverein für Kultur und Forschung Bogen Oberaltaich e.V.

  • Vollbild
  • Großer Bildschirm
  • Kleiner Bildschirm
  • Schrift vergrößern
  • Standardschrift
  • Schrift verkleinern

Presseberichte


Mit freundlicher Unterstützung des Straubinger Tagblattes und den Autoren der einzelnen Texte stellen wir Ihnen in dieser Rubrik Presseberichte unserer Veranstaltungen zur Verfügung.

Diese Berichte stehen zur Verfügung:

Mitgliederversammlung 2012 - 01.02.2012

Ein Eckpfeiler in der kulturellen Landschaft
Förderverein Kultur und Forschung mit Kulturpreis der Sparkassenstiftung ausgezeichnet

Verleihung Kulturpreis 2011
Sie freuten sich mit Kulturvereinsvorsitzendem Dr. Dionys Daller (4. von links) über die Auszeichnung: OB Markus Pannermayr (Straubing), Vorstandsmitglied Dr. Martin Kreuzer, Bürgermeister Franz Schedlbauer (Bogen), Landrat Alfred Reisinger und Walter Strohmaier, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Niederbayern-Mitte. (Fotos: erö)


Bogen/Oberalteich.(erö) Einen Botschafter der Kultur für die Stadt Bogen und den gesamten Landkreis Straubing-Bogen nannte Landrat Alfred Reisinger den Förderverein für Kultur und Forschung Bogen/Oberalteich, der jetzt mit dem Kulturpreis 2011 der Sparkassenstiftung der Sparkasse Niederbayern-Mitte ausgezeichnet wurde. „Der Förderverein hat einen entscheidenden Anteil an dem großen, kulturellen Angebot in unserer Region, wohnort- und bürgernah“, sagte Reisinger.

Der Kulturpreis wird seit 1996 ausgelobt und ist mit 5 000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand im Kulturforum Oberalteich im Rahmen der Mitgliederversammlung statt und wurde von den Bogener AH-Sängern mit der mundartlichen „Gratulations-Are“ umrahmt. Doch zunächst gedachte man mit einer Schweigeminute des kürzlich verstorbenen Dr. Rudolf Gehles, Vorsitzender des Fördervereins von 1998 bis 2009. „Er war ein außergewöhnlicher Mensch, der mit großer Kraft und Ausdauer zum Erfolg des Fördervereins beigetragen hat“, betonte Vorsitzender Dr. Dionys Daller.

Stilvoll begann die Mitgliederversammlung mit kurzen Musikstücken, gespielt von Christina und Magdalena Daller (Violine und Cello) und Fabian Ruperti am Klavier. Auch die Kultur fehlte nicht: Mit einem Kurzvortrag führte Kreisheimatpfleger Hans Neueder in die wundersame Welt des Regensburger Miniaturmalers Berthold Furthmeyr (1450 bis 1505) ein, der auch Handschriften aus einem Oberalteicher Missale mit seinen kunstvollen Buchmalereien verzierte. Ein Kunstband über den Buchmaler werde im Herbst erscheinen und vorgestellt, so Neueder.

 

Die Bogener AH-Saenger gratulierten mit der „Niederbaierischn Are“. In seiner sehr lebendigen Laudatio ging Herbert Schedlbauer, Mitglied im Förderverein, auf die Anfänge des Fördervereins ein. Er zitierte zunächst einen Text von Max Lachner aus dem Jahr 1949, der noch von bröckelnden Torbögen und verfallenen Klosterhöfen des ehemaligen Klosters erzählt und den Wunsch äußert, dies alles nicht dem Verfall preiszugeben. Durch die zielstrebigen Aktivitäten des damaligen Stadtrates Siegfried Späth sei es gelungen, Anfang der 90er-Jahre einen Förderverein zu gründen, nicht nur für die Erhaltung der Klosteranlagen, sondern auch für eine angemessene Nutzung der Gebäude, berichtete Schedlbauer. Mit der Wahl der ersten Vorstandschaft im November 1995 hätten sich Leistungsträger gefunden wie Siegfried Späth als Impuls- und Ideengeber, Angela Günzkofer (heute Schriftführerin), den Schriftführern Alexander Muthmann und Lorle Holzner. Nicht zu vergessen Karl Bauer als Schatzmeister (heute Martin Kreuzer) und Hans Wührl, der als Abteilungsleiter des Baureferats der Regierung von Niederbayern bei der Beschaffung von Zuschüssen ein wertvoller Ratgeber war.

 

Unvergessen die Verdienste von Pfarrer Hans Trimpl, der einen notwendigen Gebäudetausch ermöglichte und die Restaurierung des Obermeyersaals mit kirchlichen Mitteln betreute. Die Einweihung fand im April 1998 im ehemaligen Getreidespeicher unter dem damaligen Bürgermeister Elmar Eckl statt mit der Maßgabe, die reiche Geschichte Bogens und Oberalteichs wieder in das allgemeine Bewusstsein zu rücken. Zu erwähnen seien auch der frühere Kreisarchäologe Karl Böhm und sein Nachfolger Dr. Ludwig Husty und nicht zuletzt Kreisheimatpfleger Hans Neueder.

Dr. Gehles: Gewinnende Mitmenschlichkeit

Besonders würdigte Schedlbauer die Verdienste Dr. Rudolf Gehles, der die Anfangsaktivitäten zu einem vielfältigen Kulturprogramm im alten Getreidespeicher aber auch in der barocken Kirche nebenan ausgeweitet habe. „Damit hat der Förderverein neben anspruchsvollen Inhalten auch ein formgebendes Profil erhalten, das unter anderem durch Gehles treffende Rhetorik und seine gewinnende Mitmenschlichkeit immer deutlicher Gestalt annahm“, betonte Schedlbauer. So komme Gehles ein wichtiger Anteil an der Preisverleihung zu. Heute gewährleisteten Dr. Dionys und Tatjana Daller mit der übrigen Vorstandschaft die Fortentwicklung des Vereins.

Auch als Eckpfeiler in der kulturellen Landschaft sei der Förderverein zu sehen und stehe mit seinen 365 Mitgliedern auf einem stabilen Fundament, meinte Landrat Reisinger. Das vielfältige Programm auf hohem Niveau trage klar die Handschrift des Vereins. Dank des großen Geschichts- und Heimatbewusstseins stelle der Verein die historische Vergangenheit und Bedeutung der Region in den Mittelpunkt und wecke das Interesse an ihrer reichen Geschichte und Tradition. Mit dem Kulturpreis 2011 solle aber auch der ehrenamtliche Einsatz vieler Kulturbegeisterter und ganz besonders von Dr. Rudolf Gehles gewürdigt werden, so Reisinger.

„Wissen, was wir an dem Kulturverein haben“

Auch Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer gratulierte: „Wir wissen, was wir an dem Kulturverein haben. Mit ihm, der Stadt und den Sponsoren werden wir weiterhin Kultur möglich machen.“ Die Sparkasse fühle sich der Region und besonders dem Kulturförderverein sehr verbunden als verlässlicher Partner in Bezug auf die Förderung von Kultur, betonte Walter Strohmaier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Niederbayern-Mitte.

Dieser Preis sei auch als Ausdruck der Wertschätzung des Fördervereins zu sehen, meinte Vorsitzender Dionys Daller.

 Zeitungsbericht: Ein Eckpfeiler in der kulturellen Landschaft

Führung durch die archäologische Sonderausstellung - 21.01.2012

Eine spannende Zeitreise
Bogenberg: Archäologie-Ausstellung im Kreismuseum

Pressebild: Führung archaeologische Sammlung
Auf eine spannende Zeitreise nahm Kreisarchäologe Dr. Ludwig Husty die Besucher im Kreismuseum mit. (Foto: erö)

(erö) „Entdeckt – Neues aus der Archäologie im Landkreis Straubing-Bogen 2006 bis 2011“ heißt eine Sonderausstellung im Kreismuseum auf dem Bogenberg, die noch bis Ende Mai zu sehen ist. Kürzlich hatte der Förderverein für Kultur und Forschung Bogen-Oberalteich zu einer Sonderführung mit dem Kreisarchäologen Dr. Ludwig Husty eingeladen und trotz des widrigen Wetters kamen zahlreiche interessierte Besucher. Im Landkreis Straubing-Bogen seien über 2 300 archäologische Fundpunkte bekannt, wovon einige von überregionaler Bedeutung seien und auch nicht selten qualitätvolle Beigaben erbracht haben, erklärte Husty. „Menschen müssen hier schon vor Jahrtausenden gern und gut gelebt haben“. Husty, seit 2006 Kreisarchäologe im Landkreis Straubing-Bogen, machte für die Besucher eine jahrtausendealte, vielfältige Siedlungsgeschichte im Landkreis lebendig. Neben den Erkenntnissen aus Ausgrabungen, die meist durch Bautätigkeiten hervorgerufen werden, erläuterte Husty auch Methoden wie die Luftbildarchäologie oder die Magnometermessung zum Auffinden und Aufspüren von Bodendenkmälern. Der spektakuläre Fund eines Grabes aus der späten Bronzezeit, etwa 1 200 vor Christus, das im Labertal entdeckt wurde, wurde ebenso spannend und verständlich erläutert wie die ersten Ergebnisse aus dem Münchshöfener Grabenwerk bei Riedling aus der Zeit um 4 300/4 200 vor Christus. Auf kurzweilige Art unternahm Dr. Ludwig Husty mit den aufmerksam zuhörenden und staunenden Besuchern eine spannende Zeitreise in die Tausende Jahre alte Geschichte des Landkreises Straubing-Bogen. Die Sonderausstellung ist noch bis Ende Mai zu sehen, Öffnungszeiten jeden Sonntag von 13 bis 16 Uhr.


 Zeitungsbericht: Führung durch die archaeologische Sonderausstellung

Neujahrskonzert des Niederbayerischen Kammerorchesters - 06.01.2012

Neujahrskonzert

Zeitungsbild Neujahrskonzert des Niederbayerischen Kammerorchesters
NEUJAHRSKONZERT. In Oberalteich fand wieder das traditionelle Neujahrskonzert statt. – Bild: Die Sopranistin Magdalena Hinterdobler gestaltete das Neujahrskonzert unter der Leitung von Olivier Tardy mit. (Foto: erö)

Präzisest eingehaltene Tempi, bis ins kleinste Detail durchdachte Phrasierung, feinste, dafür umso aussagekräftigere Dynamikabstufungen und eine Anschlagtechnik, von der nicht mehr von „Technik“, vielmehr von Anschlagkultur zu sprechen ist, dies alles hat einen Namen: Martin Rasch! Möchte jemand ein Werk hören wie es im Notentext steht und darüber hinaus das Nichtnotierbare, den Geist der Komposition, erleben, kommt er um diesen Pianisten nicht herum. Martin Rasch spielt alle Werke aus seinem umfangreichen Repertoire, das von Bach bis in die Moderne reicht, mit einer inneren Selbstverständlichkeit und Logik, welche spektakuläre „Showeffekte“, undifferenzierten Tastendonner nicht nötig hat. Er ist Denker und Diener des Werkes und biegt es nicht nach eigenem Gusto zurecht. So auch im 2. Klavierkonzert op. 21 von Frederic Chopin, welches im Neujahrskonzert des Fördervereins für Kultur und Forschung Bogen-Oberalteich im vollbesetzten Saal erklang.

Chopins Klavierkonzerte sind nicht vergleichbar mit denen Mozarts oder Beethovens, die im Grunde in ihren Klavierkonzerten symphonische Werke mit obligatem Klavier schufen. Chopin ging einen anderen Weg, bei seinen beiden Klavierkonzerten liegt die Betonung auf „Klavier“, die orchestrale Begleitung tritt demgegenüber zurück. So sind die Anforderungen an den Pianisten entsprechend hoch. Lyrischer Zauber geht von Chopins f-Moll-Konzert aus, verbunden mit vollendetem Formgefühl. Brillanz in den beiden Ecksätzen, tief schürfende Poesie im Mittelsatz, dem Larghetto. Martin Rasch führte diese Gegensätze meisterhaft, einander bedingend zusammen, keine Passage, kein Takt wurde aus dem Zusammenhang gerissen. Das Niederbayerische Kammerorchester unter der Leitung von Olivier Tardy folgte den Intentionen des Pianisten mit großem Feingefühl.

Mit der Konzertarie mit konzertierendem Klavier KV 505 konnten das Niederbayerische Kammerorchester und Martin Rasch einmal mehr ihr künstlerisches Potenzial unter Beweis stellen. Diese Konzertarie ist die einzige dieser Gattung, für die Mozart einen ausführlichen Klavierpart schuf. Eine Konzertarie bedarf natürlich einer Sängerin: Mit Magdalena Hinterdobler fand das Kulturforum Oberalteich eine Sopranistin, die diese anspruchsvolle Arie mit Leben erfüllte. Ihre Kompetenz im Fach Mozart bewies Magdalena Hinterdobler in den Arien der Fiordiligi „Temerari... Come scoglio“ aus „Cosi fan tutte“, wohl Mozarts gesanglich schönster Oper. Die Stimme Magdalena Hinterdoblers, klar und sehr klangschön mit großer Ausdruckskraft. Dies zeigte sich auch in einem amerikanischen Lied aus der „Vor-Jazzzeit“ von Victor Herbert (kennt den hierzulande jemand?), „Art is calling for me“; operettenstilmäßig mit kessem Charakter.

Ein Neujahrskonzert ohne Polka? Geht nicht! Also spielte das Niederbayerische Kammerorchester unter Olivier Tardy von Johann Strauß (Sohn) die bekannte „Annen-Polka“ und ein kurzes Stück von Leo Delibes aus dem Ballett Sylvia, „Pizzicato“, wie der Name schon aussagt, mit gezupften Saiten der Streichinstrumente. Wie jedes Jahr, wieder ein Neujahrskonzert in gekonnter Mixtur aus beschwingt Leichtem und hoher Kunst, offeriert von hervorragenden Künstlern!

Theodor Auer

 Zeitungsbericht: Neujahrskonzert 2012
Sie befinden sich hier: Presseberichte Aktuelle Presseberichte